Bauen Sie einen 3D-Laserscanner bereits für unter 25 Euro. Die Informatiker Dr. Simon Winkelbach und Sven Molkenstruck, wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts für Robotik und Prozessinformatik der Technischen Universität Braunschweig, haben eine einfache und günstige Technik entwickelt. Inzwischen wurde aus der Idee eine sehr einfach zu bedienende Software namens DAVID entwickelt, die für jedermann kostenlos zum Download bereit steht.
Benötigt wird neben der kostenlosen Software DAVID nur eine einfache Kamera (zum Beispiel Web-Cam) und ein Laser, der eine Linie in die aufzunehmende Szene projiziert. Beides ist heute ab ca. 15-20 Euro im Elektronikfachhandel erhältlich. Das zu scannende Objekt stellt man dann in eine Raumecke oder vor zwei Ebenen, die im rechten Winkel zueinander stehen, und richtet die Kamera darauf. Das Besondere ist nun, dass man zum Scannen keine aufwendige Mechanik benötigt, sondern den Laser einfach in die Hand nimmt und die Laserlinie manuell über das Objekt wandern lässt.
DAVID generiert daraus in Echtzeit 3D-Daten und zeigt diese am Bildschirm des Computers an. Auf diese Weise kann man die Laserlinie - wie einen virtuellen Pinsel - solange über das Objekt streifen lassen, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Dieses kann schließlich als Dreiecksnetz im bekannten Alias-Wavefront-Dateiformat (.obj) exportiert werden, und lässt sich so in den meisten 3D-Programmen importieren und weiterverarbeiten.
Seit neuestem ist die Software auch in der Lage, mehrere Scans aus verschiedenen Sichtrichtungen automatisch "zusammenpuzzeln". So kann man sehr einfach ein vollständiges 360°-Rundum-Modell seines Objekts erhalten. |
|